Thüringer Tennisverband e.V.
19.11.2018

DTB-Mitgliederversammlung: Erste Erfolge der Agenda 2020

Der Deutsche Tennis Bund modernisiert sich zunehmend. Im Rahmen der 70. Ordentlichen Mitgliederversammlung des Dachverbandes im Dorint Kongresshotel von Mannheim blickte Präsident Ulrich Klaus am Sonntagmittag auf die vielen positiven Entwicklungen der letzten zwölf Monate zurück.

In seiner Rede vor rund 200 anwesenden Delegierten aus 17 Landesverbänden sprach Klaus über erste Umsetzungserfolge der Agenda 2020, einem Arbeits- und Zielprogramm, das vor einem Jahr durch das Präsidium verabschiedet wurde und an dessen Ende eine grundlegende Strukturreform des größten Tennisverbandes der Welt stehen soll.


Weg zu professionalisierten Struktur


„Nach der Auswertung der Ergebnisse unserer Aufgabenanalyse und den vielen konstruktiven Diskussionen in den verschiedenen Regionalkonferenzen haben wir begonnen, zukunftsweisende Konzepte und Leitlinien für die Modernisierung unseres Verbandes zu entwickeln“, so Klaus. Er betonte, man habe bereits erste Erfolge auf dem Weg zu einer professionalisierten Struktur und einem Hauptamt mit größerer Entscheidungskompetenz vorzuweisen. So beschäftigt der DTB seit kurzem mit Helmut Kraft einen neuen hauptamtlichen Geschäftsführer für die Wirtschaftstöchter Deutsche Marketing und Stadion GmbH und die Tennis Deutschland Service GmbH.


Als entscheidenden Meilenstein des Jahres 2018 bezeichnete Ulrich Klaus die vor wenigen Wochen verabschiedete Revitalisierung der Tennisanlage am Hamburger Rothenbaum. „Nach jahrelangen Gesprächen mit der Stadt Hamburg ist uns nun endlich das gelungen, was uns vermutlich die wenigsten zugetraut hätten: eine gemeinsame Lösung“, so der 68-Jährige. Und weiter: „Wir werden das bestehende Stadion auf einen zeitgemäßen Stand bringen. Das Dach wird erneuert und wir hoffen sogar, dass dies bereits bis zum Tennisturnier und zur Beachvolleyball-WM im kommenden Sommer möglich ist.“ Der Präsident lobte vor allem das Engagement der Stadt Hamburg um Senator Andy Grote sowie der Firma ECE, die als Investor einen Großteil der Kosten für den Umbau trägt. „Unser traditionsreichstes Herrenturnier in Deutschland werden wir zusammen mit dem neuen Veranstalter Peter-Michael Reichel Schritt für Schritt wieder zu einem Highlight im internationalen Turnierkalender entwickeln.“


Anil Khanna zu Gast in Mannheim


Begonnen hatte die Mitgliederversammlung mit einem Grußwort des Mannheimer Oberbürgermeisters Christian Specht, der die Rolle des Sports als einen Grundpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts betonte. Die Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg, Elvira Menzer-Haasis, sprach über die Bedeutung der Talentförderung. Anil Khanna, Präsident von Tennis Asia und Vizepräsident der ITF, lobte die enge Zusammenarbeit mit dem DTB auf internationaler Ebene.


DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker lobt DTB-Entwicklung


Die DOSB-Vorstandsvorsitzende und ehemalige DTB-Referentin für Sportentwicklung und Breitensport, Veronika Rücker, sprach in ihrem Gastvortrag über den Strukturreformprozess beider Verbände und zog Parallelen. „Auch der Deutsche Tennis Bund hat sich auf den Weg gemacht, er hat eine Strategie entwickelt und sie mit seinen Landesverbänden diskutiert. Ich glaube, dass dieser Ansatz genau der Richtige ist. Es braucht einen starken Dachverband, um Spitzentennis langfristig zu entwickeln.“ Rücker referierte über die Leistungssportreform des DOSB und bescheinigte dem DTB mit nun vier anerkannten Bundesstützpunkten eine erfolgreiche und beeindruckende Entwicklung.


Daneben erklärte Rücker auch die kürzlich verabschiedete Position zum Freizeitphänomen eSport. So unterscheidet der DOSB ab sofort zwischen eGaming, sogenannten Strategiespielen, sowie virtuellen Sportartensimulationen. Letztere könnten für die Entwicklung von Fachverbänden von Bedeutung sein. DTB-Präsident Ulrich Klaus kündigte in diesem Zusammenhang an, „der DTB werde sich mit dem Thema befassen und einer eigenen Positionierung widmen“. Im Anschluss an ihren Gastvortrag wurde Veronika Rücker mit dem DTB-Award für besondere Verdienste um den Tennissport ausgezeichnet.


Zahlreiche Ehrungen


Es folgten zahlreiche weitere Ehrungen: Johann Stadtlander, der ehemalige DTB-Jugendwart und langjährige Präsident des Niedersächsischen Tennisverbandes, wurde von den Delegierten zum Ehrenmitglied des Deutschen Tennis Bundes gewählt. Die silber-vergoldete Ehrennadel erhielten anschließend Axel Schmidt (Sachsen-Anhalt) und Jürgen Vollstädt (Hamburg), der sich seit zehn Jahren als Referent für Seniorensport engagiert. Mit der silbernen


Ehrennadel wurden Katrin Kausch (Berlin-Brandenburg) und Jürgen Rack (Bayern) aus dem DTB-Disziplinarausschuss ausgezeichnet.  Zudem wurden die punktbesten Vereine des Nürnberger Club-Race geehrt. Über den Siegercheck in Höhe von 2.500 Euro durfte sich in diesem Jahr der TA SV Böblingen (Württemberg) freuen, auf den Plätzen zwei und drei landeten der HTV Hannover (Niedersachsen) und der TC Bernhausen (Württemberg). Tim Hoidis vom TA SV Böblingen wurde Gesamtsieger des Nürnberger LK-Race. Am Vorabend war beim offiziellen Dinner die Lehrgangsbeste der A-Trainerausbildung 2017, die ehemalige Profispielerin Carolin Daniels (Münster), geehrt worden.


© Pressemitteilung: DTB


Der Thüringer Tennis-Verband e.V. wurde in Mannheim durch Wulf Danker (Präsident), Falko Gebhardt (1. Vizepräsident), Dr. Sebastian Projahn (Vizepräsident) und Sören Werner (Geschäftsführer) vertreten.


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