Thüringer Tennisverband e.V.
19.11.2018

LSB-Mitgliederversammlung: Hügel neuer LSB-Präsident, Gösel als Ehrenpräsident ernannt

Am 17. November endete eine Ära, sichtbar auch an den Standing Ovation der Thüringer Sportfamilie. Die Mitgliederversammlung in der Landessportschule Bad Blankenburg wählte am Samstag ein neues Präsidium. Nach acht Amtsperioden an der Spitze trat Peter Gösel nicht mehr als Kandidat an. Der 75-Jährige führte den LSB seit 1994 als Präsident mit enormem Einsatz, großer Kompetenz und nie endender Leidenschaft für den Sport, er baute in den Zeiten der politischen Wende die Strukturen des organisierten Sports neu auf, suchte die Kontakte mit der Landesregierung und handelte dabei stets im Interesse der rund 370.000 Mitglieder der Thüringer Vereine. Gösel hat tiefe Spuren im Landessportbund Thüringen hinterlassen, beste Basis für eine weitere positive Entwicklung des Breiten- und Leistungssports.

Sei es die Mitwirkung bei der Erarbeitung und Verabschiedung von zwei Thüringer Sportfördergesetzen (1994, 2018), die gesetzliche Verankerung der stabilen Finanzierung des LSB über das Thüringer Glücksspielgesetz oder die Aushandlung mit dem Sportministerium zur Förderung des vereinseigenen Sportstättenbaus – Gösel war stets präsent und setzte sich für die Vereine und Verbände ein.


Bei der offiziellen Verabschiedung, der Verleihung der GutsMuths-Plakette in Platin und der Ernennung zum bisher einzigen LSB-Ehrenpräsidenten dankten ihm nicht nur die Delegierten „seiner“ Sportfamilie. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte: „Kompliment für mehr als zwei Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement. Peter Gösel hat stets für den Sport gekämpft. Er steht für Stabilität im Landessportbund und das Ziel stets den Sport in seiner ganzen Breite weiterzuentwickeln und den LSB als starken Partner zu positionieren.“Zudem verlieh Ramelow dem scheidenden LSB-Präsidenten den „Thüringer Löwe“, eine Ehrung die bisher nur Ministerpräsidenten erhielten.


„Dank seines Engagements erfreut sich Thüringen eines hervorragenden Rufes im Sport“, zollte auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes seinen Respekt an Gösel und verlieh ihm als Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um den deutschen Sport die Ehrennadel des DOSB.


Hügel mit großer Mehrheit


Die Delegierten wählten Prof. Dr. Stefan Hügel mit großer Mehrheit als neuen LSB-Präsidenten für die Legislaturperiode bis 2021.„Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, weil es das Vertrauen der Mitgliederversammlung ausdrückt und die Geschlossenheit des LSB zeigt“, sagte der 57-jährige Notar aus Weimar. Hügel stand bis 2016 als ehrenamtlicher Vorsitzender an der Spitze des Stadtsportbundes Weimar. Seit 2015 fungierte der leidenschaftliche Sportler bereits als LSB-Vizepräsident. Prof. Dr. Stefan Hügel ist selbst Mitglied in einem Sportverein (HSV Weimar) und kennt sich bestens aus in den Strukturen des organisierten Sports. „Ich war und bin mein ganzes Leben lang aktiver Sportler, nun möchte ich in meinen ehrenamtlichen Funktionen vieles für den Sport in Thüringen erreichen und etwas zurückgeben“, so Hügel, der zudem Ehrenpräsident der Notarkammer Thüringen ist. „Es stehen noch viele wichtige Projekte an, die Anerkennung der sozialen Werte des Sports für die Gesellschaft muss verbessert werden, die Situation der Sportstätten ist dringend zu diskutieren und auch die sportliche Ausbildung von Kindern und Jugendlichen liegt mir am Herzen“, blickt Hügel auf herausfordernde Aufgaben und zugleich Schwerpunkte seiner Amtszeit voraus.


Fünf Vizepräsidenten mit übergreifenden Aufgaben


Wiedergewählt wurden als Vizepräsidenten Lutz Rösner (SV GutsMuths Jena), Lutz Scherf (Handballverein 90 Jena) sowie Wolfhardt Tomaschewski (ZFC Meuselwitz). Neu dabei in der kommenden Amtszeit als Vizepräsidenten sind Silke Kraushaar-Pielach (Rodelverein Sonneberg/ Schalkau) sowie Kati Nimz von Leichtathletik Sonneberg. Kraushaar-Pielach ist als Laufbahnberaterin Oberhof/ Suhl im Olympiastützpunt Thüringen und aufgrund ihrer erfolgreichen Leistungssportkarriere im Rennrodeln (Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin) bereits mit dem LSB vertraut sowie bei den aktiven Sportlern und Trainern als Ansprechpartnerin bekannt. Kati Nimz kennt ebenfalls die Basis, sie ist seit 2002 als Vereinsvorsitzende, Organisatorin von Wettkämpfen, Übungsleiterin und Trainerin überwiegend im Nachwuchsbereich in der Leichtathletik ehrenamtlich aktiv.

In ihren Funktionen bestätigt wurden Robert Fischer als Vorsitzender der Thüringer Sportjugend, Hans-Jürgen Günther als Vorsitzender der Konferenz der Sportfachverbände sowie Dr. Andreas Räuber, Vorsitzender der Konferenz der Kreis- und Stadtsportbünde.


Nicht mehr zur Wahl des Präsidiums angetreten waren drei langjährig tätige und verdienstvolle Mitglieder. Aus ihren ehrenamtlichen Funktionen schieden die bisherige Vizepräsidentin Bildung und Ehrenamt Marion Seeber, Klaus Eidam (Präsidiumsmitglied für Sportstätten, Sport und Umwelt) sowie Michaela Tielsch (Präsidiumsmitglied Frauen und Gleichstellung) aus.


Nach einer bereits zur Mitgliederversammlung 2017 beschlossenen neuen Führungsstruktur gibt es nun neben dem Präsidenten fünf Vizepräsidenten mit übergreifenden Aufgaben. Insgesamt umfasst das Präsidium damit neun ehrenamtliche Positionen, statt wie bisher zwölf. Ziel ist es entscheidungsfähiger zu sein. Die für drei Jahre gewählten Mitglieder übernehmen vor allem repräsentative Aufgaben als sportpolitische Vertretung des LSB und treffen Entscheidungen zur strategischen Ausrichtung. Neben dem Präsidium wird es einen hauptamtlichen Vorstand als gesetzlichen Vertreter des LSB, bestehend aus dem Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt und einem zum 1. Januar 2019 zu berufenden Geschäftsführer geben.


© Pressemitteilung: LSB


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