Thüringer Tennisverband e.V.
11.03.2019

Thüringer Tennis-Verband weiter auf gutem Weg

Der Thüringer Tennis-Verband (TTV) hat am Samstag in Bad Blankenburg seinen 29. Ordentlichen Verbandstag durchgeführt. Präsident Wulf Danker hieß zu Beginn in der Landessportschule Bad Blankenburg die Delegierten von 26 anwesenden Thüringer Vereinen herzlich willkommen. Als Ehrengäste konnte er den neuen Präsidenten des Landessportbundes Thüringen (LSB), Professor Dr. Stefan Hügel sowie den Hauptgeschäftsführer des LSB, Rolf Beilschmidt, herzlich begrüßen. Mit besonderer Freude hieß Wulf Danker den Präsidenten des Württembergischen Tennis-Bundes (WTB), Ulrich Lange, willkommen.

Stellvertretend für die im letzten Jahr verstorbenen TennisspielerInnen im TTV wurde in einer Gedenkminute Christel Vater und Siegmund Hädrich, beide vom TC 1990 Apolda gedacht.

In einem ausführlichen Grußwort sprach Prof. Dr. Hügel zu den Strukturveränderungen im LSB und äußerte sich auch zu aktuellen sportpolitischen Themen. Er sprach insbesondere die Bedeutung des jüngst vom Landtag erlassenen neuen Sportfördergesetzes und den enormen Sportstättensanierungsbedarf in Thüringen an.

Bild: Prof. Dr. Stefan Hügel

Präsident Wulf Danker nutzte in Erwiderung des Grußwortes die Gelegenheit, dem LSB für die Förderung diverser Bauvorhaben der Thüringer Tennisvereine und des LED-Beleuchtungsprojektes im LLZ des TTV zu danken.

Danach gab es eine besonders emotionale Würdigung. Wulf Danker verlieh Ulrich Lange in Würdigung der besonderen Verdienste um die Förderung des Tennissports in Thüringen die Ehrennadel im Ledereinband des TTV. Gleichzeitig überreichte er Ulrich Lange stellvertretend für den WTB den Ehrenteller des TTV. Der WTB hatte 1995 als damaliger Pate des TTV einen riesengroßen Anteil am Bau unserer Tennishalle in Weimar. Erst mit einer Anschubfinanzierung des WTB in Höhe von 280 Tausend DM konnte der Traum des Baues der Halle im heutigen Landesleistungszentrum umgesetzt werden.

Bild v.l.n.r.: Wulf Danker, Ulrich Lange

Bild v.l.n.r.: Wulf Danker, Ulrich Lange

Traditionell gab es auf dem Verbandstag auch wieder weitere Ehrungen. Ausgezeichnet mit der Ehrennadel des TTV in Bronze wurde Mandy Machleb vom TV Blau-Weiß Sondershausen. Als beste Absolventen des C-Trainerlehrgangs 2018 wurden Luise Zintl vom USV Jena und Jonathan Roth vom TSV Gotha ausgezeichnet. Als Nachwuchsförderstützpunkt 2019 des TTV wurden der Erfurter TC Rot-Weiß und der TC Weimar 1912 berufen. Danach wurden noch alle Mannschafts-Landesmeister 2018 der Halle und der Sommersaison geehrt.


Bild v.l.n.r.: Wulf Danker, Mandy Machleb

Bild v.l.n.r.: Jonathan Roth, Luise Zintl

Bild v.l.n.r.: Rolf Ziegler (Erfurter TC Rot-Weiß), Gusta Feuerstein (TC Weimar 1912)


Anschließend erstatteten Präsident Wulf Danker sowie die Vize-Präsidenten Falko Gebhardt und Dr. Sebastian Projahn ihre Berichte und machten Ausführungen zu den durchgeführten Aktivitäten im letzten Jahr und zu den Vorhaben in dieser Saison.


Bild: Wulf Danker


Der Präsident berichtete über Aktivitäten des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Das deutsche Tennis sei im Aufwind. Der Verband schreibe wieder schwarze Zahlen. Die Bundesstützpunkte seien gestärkt und ausgebaut worden. Im DTB gäbe es - vergleichbar mit den im LSB Thüringen umgesetzten Strukturveränderungen - Überlegungen, einem weiterhin ehrenamtlich tätigen Präsidium Aufsichtsaufgaben und eine sportpolitische Richtlinienkompetenz zu belassen, die tagtäglichen Geschäfte aber verantwortlich einem hauptamtlichen BGB-Vorstand zu übertragen.


Erfreulich für die Nachwuchsarbeit in den neuen Ländern sei, dass das DTB-Präsidium die in 2018 begonnene finanzielle Unterstützung der Kaderarbeit auch in 2019 fortsetzt. Neben der finanziellen Unterstützung insbesondere überregionaler Lehrgänge der Kader der Verbände der Neuen Länder sei geplant, die Ostkader auch vermehrt zu Lehrgängen in den Bundesstützpunkten einzuladen.


Wulf Danker berichtete, dass der LSB Thüringen einen Strukturwandel eingeleitet hat und beginnt, diesen nun mit neuer Führungsmannschaft zu leben. Er gratulierte dem neuen Präsidium um den neuen Präsidenten Prof. Dr. Hügel zur Wahl und wünschte diesem viel Erfolg. Gleichzeitig sicherte er die Unterstützung des TTV zu.

Sein Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren galt auch dem ausgeschiedenen und nunmehrigen Ehrenpräsidenten Peter Gösel sowie dem ebenfalls bald aus der Führung des LSB ausscheidenden langjährigen Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt.

Der TTV begrüße die Entscheidung des LSB, hauptamtliche Strukturen in den Fachverbänden durch Lohnkostenzuschüsse für Geschäftsführer zu stärken. Der aktuellen Entwicklung im TTV käme das sehr entgegen, sagte der Präsident. Wie bereits im Bericht 2017 beschrieben, habe sich auch im vergangenen Wirtschaftsjahr die Übertragung wesentlicher Verwaltungsaufgaben auf ein professionelles Hauptamt positiv ausgewirkt. Entscheidungsprozesse seien besser vorbereitet und schneller abgeschlossen worden, die Planung des Wettspielbetriebes, des Turniergeschehens und der Lehrgänge erfolgte effektiver und frühzeitiger als in der Vergangenheit.


Der TTV sei finanziell, personell und strukturell auf einem guten vor allem aber auch spannenden Weg, betonte Wulf Danker. Erfreut zeigte er sich insbesondere nach so vielen Jahren der Sorgen über die nachhaltige Entwicklung der Halle des Landesleistungszentrums in Weimar, die sich sowohl finanziell als auch konzeptionell zu einer tragenden Säule des Verbandsgeschehens entwickelt habe. Das Kadertraining, Lehrgangswesen, die Winterrunde u.a. haben dort ihre sichere Heimat. Nach der Sanierung des Hallenbodens sei es nun in 2018 auch gelungen, die Hallenbeleuchtung auf eine kostenminimierende LED-Ausleuchtung umzustellen; eine planerisch und baulich herausfordernde Maßnahme. Nun bleibe, die Außenanlage des LLZ in den Blick zu nehmen, ebenso wie die weitere Absicherung der Versorgung der Halle (Reinigung, Verschlusssicherheit, Gastronomie, etc.).


Anerkennung bei den Delegierten fand der von Dr. Sebastian Projahn vorgetragene Haushaltsabschluss 2018. Zwar gebe es mit 25 Tausend Euro ein Minus, das aber dem Bau der LED-Lichtanlage in der Halle geschuldet sei: der noch ausstehende 40%ige Förderkostenzuschuss des Bundes sei von Anfang an erst für das Kalenderjahr 2019 zugesagt gewesen. Bei Zufluss dieses Förderanteils schon in 2018 hätte es sogar einen positiven Haushaltsabschluss gegeben.


Weiter berichtete Dr. Projahn, dass der TTV bei der Mitgliederentwicklung eine Trendwende erreicht hat. Die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre konnte gestoppt werden und ein Mitgliederzuwachs von 2 Prozent erreicht werden.

In diesem Jahr stehen mit Tennis People,bei dem es am 6./7. Juli einen FastLearning Day geben wird, und dem Vereinsbenchmarking, das eine Onlinediagnose von Vereinen ermögliche, zwei interessante Projekte im Mittelpunkt der Sportentwicklung, informierte Dr. Projahn. Erfreulich sei auch, dass die dritte C-Trainerausbildung in Folge durchgeführt werden konnte und es dank der Schiedsrichterausbildung nun einen größeren Pool an Stuhlschiedsrichtern und B-Oberschiedsrichtern in Thüringen gibt. Mit besonderem Stolz wurde das Corporate Design, u.a. das neue Logo des TTV vorgestellt. Damit sei die Grundlage für die Erneuerung der Marke "TTV" gelegt.


Der für den Sport verantwortliche Vize-Präsident Falko Gebhardt berichtete über ein erfolgreiches Sportjahr 2018. Er würdigte die Leistungen der Spieler des TTV, dankte den Vereinen für die Durchführung von Turnieren und Landesmeisterschaften und den Einsatz aller bei den Punktspielen. Gleichzeitig informierte er, dass es in zwei Jahren durch Beschluss der Mitgliederversammlung des DTB zu Veränderungen in der Wettspielordnung kommen werde (u.a. Match-Tie-Break im 3. Satz für alle und nur noch 1 Wertungspunkt für die Matches bei Punktspielen). Auch die Leistungsklassenreform sei noch in der Diskussion und noch nicht endgültig abgeschlossen.


Die beiden Kassenprüfer Cora Zöllner und Martin Luther bescheinigten in ihrem Bericht dem TTV eine ordnungsgemäße Haushaltsführung. Sie schlugen vor, das Präsidium des TTV für das Geschäftsjahr 2018 zu entlasten.


In der anschließend vorgesehenen Aussprache zu den Berichten kam es dann zu keiner Diskussion durch die Vertreter der Vereine. Dies zeugt von einer umfassenden Berichtserstattung, einem großen Vertrauen und von einer gewissen Zufriedenheit mit der Arbeit des Präsidiums im letzten Jahr. Dem seit der Satzungsreform 2017 nur aus drei Mitgliedern bestehenden ehrenamtlichen Präsidium des TTV wurde von den Delegierten eine gute Arbeit bescheinigt. Ehrenmitglied Lutz Dübner stellt dann den Antrag auf Entlastung des Präsidiums. Dem Antrag wurde einstimmig gefolgt.


Bild v.l.n.r.: Falko Gebhardt (1. Vizepräsident), Wulf Danker (Präsident), Dr. Sebastian Projahn (Vizepräsident)


Auch der von Dr. Sebastian Projahn vorgelegte Haushaltsplanentwurf 2019 wurde von der Mitgliederversammlung bestätigt.


Insgesamt war der Verbandstag geprägt von einer ruhigen sachlichen Atmosphäre und großem Vertrauen der Mitglieder in den Verband. Man sei auf einem guten und richtigen Weg.


Weitere Informationen zum Verbandstag sind dem Verbandstagsheft zu entnehmen, das in Kürze auf der Homepage des TTV unter "Service" einsehbar sein wird.



Bericht: Knut-Michael Meisel (TTV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit)


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