Thüringer Tennisverband e.V.
19.11.2019

71. Ordentliche Mitgliederversammlung des DTB in Potsdam

Potsdam, 17. November 2019 – Der Deutsche Tennis Bund ist auf dem Weg zu einer Professionalisierung seiner Strukturen ein gutes Stück vorangekommen. Bei der 71. Ordentlichen Mitgliederversammlung des DTB in Potsdam thematisierte Präsident Ulrich Klaus in seiner Rede vor rund 200 Delegierten aus den 17 Landesverbänden die geplanten Reformen.

„Professionelle Strukturen sind eine unablässige Notwendigkeit für eine erfolgreiche Zukunft und die Grundlage unserer Förderwürdigkeit. Ein Satzungsentwurf liegt nach intensiver Arbeitskreistätigkeit vor, bedarf jedoch noch redaktioneller Änderungen“, sagte Ulrich Klaus. Der Präsident des Thüringer Tennis-Verbandes e.V. (TTV) Wulf Danker gehört zu dem sechsköpfigen Arbeitskreis, der die Satzung miterarbeitet hat. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen Mitte nächsten Jahres die Satzung sowie die Geschäftsordnung des Dachverbandes so angepasst werden, dass zur Mitgliederversammlung 2020 entsprechend der neuen Struktur gewählt werden kann.


Ebenfalls kurz vor der Umsetzung sei die schon seit längerem geplante Reform des Leistungsklassen-Systems. Ab dem 1. Oktober 2020 sollen Spielerinnen und Spieler stets ihren aktuellen Punktestand und ihre Leistungsklasse mit einer Nachkommastelle einsehen können. Neben weiteren Neuerungen würden auch die Doppelergebnisse künftig adäquat in die LK-Bewertung einbezogen. 


Begonnen hatte die Sitzung mit einem Grußwort von Andreas Gerlach, dem Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Brandenburg. Anschließend gab es einen Gastvortrag von Stephan Mayer, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Funktionäre tragen dazu bei, dass die Dinge funktionieren“, begann er seine Ausführungen und dankte den Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement. „Tennis steht vor vielen Herausforderungen, aber ich bin überzeugt, dass der Sport eine große Zukunft hat. Neue Formate wurden geschaffen, um die Attraktivität des Spiels zu erhöhen. Ich möchte Ihnen Mut zusprechen, den Weg der Professionalisierung und Strukturveränderungen weiter zu gehen.“  Weiterhin ging er auf die Nachwuchsförderung des Deutschen Tennis Bundes ein und lobte die hervorragende Struktur der Bundesstützpunkte. Diese würden entsprechend finanziell unterstützt, ebenso wie der gesamte Sport in diesem Jahr.  


Nach der Entlastung des Präsidiums und der Genehmigung des Haushaltes für 2020 folgte eine Reihe von Änderungsanträgen, u.a. im Bereich der Satzung, der Turnierordnung und der Wettspielordnung. So wurde der Internationale Tennis Club von Deutschland als assoziiertes Mitglied in der DTB aufgenommen.


Erfreulich aus der Sicht des TTV ist, dass der Vorsitzende der TTV-Rechtskommission Dr. Torsten Meisel von der DTB-Mitgliederversammlung einstimmig zum stellvertretenden Mitglied des DTB-Sportgerichts gewählt wurde.


Bei der Mitgliederversammlung wurden auch wieder einige verdiente Persönlichkeiten aus dem Tennissport mit Ehrungen gewürdigt. Ulrich Lange, der langjährige Präsident des Württembergischen Tennis Bundes, wurde von den Delegierten ebenso zum Ehrenmitglied des Deutschen Tennis Bundes ernannt wie Dr. Manfred Weber, der ehemalige Präsident des Tennisverbandes Mittelrhein. Auch ein früherer Tennisprofi darf sich ab sofort Ehrenmitglied des mitgliederstärksten Tennisverbandes der Welt nennen: Rainer Schüttler, Silbermedaillengewinner im Doppel bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wurde von den Delegierten in Potsdam unter Beifall gewählt – und von Präsident Ulrich Klaus als neuer Fed Cup-Kapitän vorgestellt. „Es ist eine große Ehre für mich“, sagte Schüttler. „Ich habe zehn Jahre für Deutschland im Davis Cup gespielt und viele tolle Erinnerungen an den Mannschaftswettbewerb. Es ist schön, die vielen positiven Entwicklungen im DTB zu sehen. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe als Fed Cup-Kapitän.“


Die silberne Ehrennadel erhielten unterdessen Gerti Straub (Westfalen) und Nicolas Sanchez de la Torre (Niedersachsen-Bremen) aus dem Ausschuss für Jugendsport sowie der Vorsitzende des DTB-Sportgerichts, Dr. Wolfgang Steinmetz (Hamburg).


Als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde Jan de Witt. Der 54 Jahre alte Ostwestfale erwarb 1994 die DTB-A-Trainer-Lizenz.


Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde nach 27 Jahren als Bundestrainer und Ausbildungsleiter Hans-Peter Born. Der Wahl-Kölner bildete ganze Generationen von Trainern aus und sorgte mit seiner Hingabe und Begeisterung dafür, dass der Bereich Ausbildung und Training im Deutschen Tennis Bund auf ein international anerkanntes Level gehoben wurde.


Zudem wurden die punktbesten Vereine des Nürnberger Club-Race geehrt. Über den Siegercheck in Höhe von 2.500 Euro durfte sich in diesem Jahr die Tennisabteilung des SV Bayer Wuppertal freuen.



(Quelle: DTB und in Ergänzung TTV)


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